Die Forderung nach Netzneutralität weitergedacht

Philippe Wampfler

Die deutsche Telekom hat ihre Angebotsstruktur für Internetanschlüsse verändert: Neu wird der Datenfluss nach dem Überschreiten eines monatlichen Limits massiv gedrosselt – so dass der Zugang eigentlich unbrauchbar wird (lesenswerte Kommentare dazu gibts hier). Das gilt allerdings nicht für die Inhalte, welche die Telekom oder ihre Partner anbieten: Wer die richtige Musik abonniert hat oder die richtigen Filme schaut, kann das unbeschränkt mit schnellem Zugang tun, andere nicht.

Damit ist die Netzneutralität verletzt, denn:

Netzneutrale Internetdienstanbieter senden alle Datenpakete unverändert und in gleicher Qualität von und an ihre Kunden, unabhängig davon, woher diese stammen, zu welchem Ziel sie transportiert werden sollen, was Inhalt der Pakete ist und welche Anwendung die Pakete generiert hat.

Die Metapher Paket zeigt recht deutlich, dass sich Internetdienstanbieter nicht von Postunternehmen unterscheiden: Netzneutralität würde dort bedeuten, dass Pakete und Briefe gleich schnell befördert werden, egal wie viel Absenderin oder Empfänger dafür bezahlen oder welche Form sie haben.

Diese Formulierung zeigt einerseits, wie…

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