Fred Breinersdorfer: Verschenkt meine Filme!

„Wo sind denn die massenhaften legalen Anbieter, die meine Google-Trefferseite füllen könnten? Wo sind denn die innovativen Webseiten, bei denen man mein Werk auf eine Weise herunterladen oder streamen kann, von der ich auch etwas habe? Die einfache Antwort ist: Es gibt sie nicht.“ http://www.sueddeutsche.de/digital/urheberrecht-verschenkt-meine-filme-1.1794040        via

„Diagnose Marktversagen: Fred Breinersdorfer will Zwangslizenzen für Filme“ https://netzpolitik.org/2013/diagnose-marktversagen-fred-breinersdorfer-will-zwangslizenzen-fuer-filme/

„Na endlich: Ein Urheber mit radikalen Ideen“ http://www.spreeblick.com/2013/10/16/na-endlich-ein-urheber-mit-radikalen-ideen/

„Der Drehbuchautor Fred Breinersdorfer hat in der Süddeutschen einen interessanten Vorschlag in die Urheberrechtsdebatte eingebracht.“ http://www.internet-law.de/2013/10/zwangslizenz-fuer-filme-im-netz.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Breinersdorfer

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2 Gedanken zu „Fred Breinersdorfer: Verschenkt meine Filme!

  1. Das Problem, zum Beispiel für uns Film-Komponisten, ist die fehlende Weitsicht bei solchen Forderungen. Breinersdorfer möchte Geld sehen, was ich befürworte. Als Musikerin habe ich von Konzernen wie Google etc. noch nie einen Cent gesehen, obwohl ich bei zig Filmen den Score geschrieben habe. Google, American Express, Audi, Porsche, VW und viele andere Konzerne, lassen sogar bewusst Werbung über google auf solchen illegalen Seiten zu. Mit Wissen! Musik hat bekanntlicherweise einen mind. Anteil von 30%-45% am Film. Somit bin ich im gleichen Boot.
    Bei einer Zwangsabgabe auf Umsätze o.vglb. sieht niemand einen Cent, wenn die Filme kostenlos oder zu Spotify-Preisen ins Netz gestellt werden. Da lachen die Illegalen drüber.
    Ein Komponist muss zum Beispiel mehr als 4 Millionen plays im Monat bei Spotify haben, um auf 1000,- Euro/Monat vor Steuern zu kommen.
    Somit ist Breinersdorfers Idee wirklich nicht weit gedacht. Lizenzgrösse wird am Monatsende eher 0,001 Euro sein, wie bei Spotify…

    http://www.informationisbeautiful.net/2010/how-much-do-music-artists-earn-online/

    • Hallo allerseits, ich bin typischer Nutzer also Höhrer oder Seher und nicht erzeugend oder verkaufend tätig. Generell finde ich den Vorschlag von Herrn Breinersdorfer gar nicht so schlecht allerdings bezweifle ich auch, dass die Urheber davon viel sehen werden.
      Als Nutzer habe ich natürlich ganz andere Probleme. Da wäre das ganze Kulturgut der DDR welches seit 1990 von Firmen oder Stiftungen verwaltet wird und zu dem in vielen Fällen kein freier Zugang möglich ist, weil die Produkte einfach nicht zum Kauf angeboten werden. Das empfinde ich erstens als Zensur und zweitens als Diebstahl am Kulturgut der Ostdeutschen Bevölkerung. Auch eine jährliche Veröffentlichung im TV stellt gegenüber zum Kauf angebotenen DVDs keinen echten Ersatz dar.
      Des weiteren fühle ich mich als Nutzer betrogen wenn ich ein wma legal in einem Internet Kaffee von musicload herunterlade und dann nicht auf eines meiner Geräte (MP3 Player, eBook Reader, Computer, …) transferieren kann weil das technisch unterbunden wurde. Damit habe ich diese Artikel völlig umsonst bezahlt. Dann die vielen gekauften CDs die sich einfach nie auf dem Computer abspielen liessen – alles Geld welches ich umsonst ausgegeben habe. Auch die CDs die sich nicht kopieren liessen um ein Backup anzufertigen und dann vom einem Billig Computerlaufwerk geschreddert wurden und unbrauchbar wurden.
      Hier müsste ein kostenloses Umtauschrecht bestehen gegen Tausch mit dem kaputten Originalträger – schließlich habe ich das Produkt bezahlt und kann es einfach nicht mehr nutzen.
      Persönlich bin ich der Meinung, dass natürlich den Urhebern zunächst der Nutzen gehört. Allerdings finde ich auch, dass für eine erschaffene Sache auch nur einmal Geld verlangt werden sollte. Diesen Gedanken weiter gesponnen würde der Urheber sein Produkt also nur einmal für viel Geld verkaufen (z.B. an einen Käufer wie die Gema) oder aber an jeden Käufer einzeln aber auf keinen Fall nur weil der Song im Radio gespielt wird. Für mich ist es ein Unterschied ob ein Produkt verkauft wird oder benutzt wird. Für die Benutzung eines gekauften Produktes sollte kein Geld zu zahlen sein.
      Generell sollte man aber nicht nur die illegalen Downloadportale benachteiligen sondern auch die Verwertungsindustrie. Neben vielen schlechten Effekten behindert diese auch das Schaffen neuer Werke. Wenn ich selbst ein Lied erschaffen wollte (Mit dem Computer ist dies in begrenztem Umfang auch für Laien möglich) hätte ich schon ein Problem wenn ich Arrangements rein mixen wollte. Denn einfach mal bei einem Musiker fragen ob ich das machen darf und ihm dafür 10€ in Hand drücken ist nicht. Der darf das nämlich nicht mal mehr selbst entscheiden und muss die Verwerter bzw. meist die Plattenfirma fragen. Bei Filmen trifft dies bestimmt genauso zu.
      Zugegeben ich habe hier keine Lösung angeboten und nur Probleme aufgezählt. Das liegt einfach daran das ich keine Lösung parat habe. Ich kann nur beschreiben welchen Kriterien eine Lösung mindestens genügen sollte damit auch der Nutzer noch von einem sinnvollen Angebot reden kann. Und ich glaube weil eine solche Lösung aktuell nicht existiert sind als Gegenwehr die ganzen illegalen Portale entstanden – sonst wäre das bestimmt nicht passiert, da es gar keine Motivation dazu gegeben hätte.
      Außerdem frage ich mich warum es früher einfach erlaubt war für den privaten Gebrauch Musik auf Magnetbandkassetten aufzunehmen und zu kopieren und heute eben dies nicht mehr erlaubt ist? Wenn ein normaler Handwerker auf Gleichstellung zu einem Künstler pochen würde, dann würde er eine Tür verkaufen und für jedes Öffnen und Schließen über die GEMA Geld bekommen – wer sollte so etwas in Ordnung finden?

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